#60 Das schleichende Gift nach der Trennung
Shownotes
Worum es in dieser Folge geht: Nach einer Trennung endet der Schmerz oft nicht mit dem Kontaktabbruch. Er verlagert sich nach innen – in Form von Gedanken, Interpretationen und Selbstzweifeln.
Diese Folge beleuchtet das „schleichende Gift“:
- wie wir beginnen, Situationen umzudeuten
- wie schnell wir uns selbst infrage stellen
- und warum das oft mehr mit unserem inneren System zu tun hat als mit der Realität
Anhand konkreter Beispiele geht es darum, wie schnell wir:
- Verhalten anderer interpretieren statt beobachten
- Lücken mit eigenen Annahmen füllen
- aus Unsicherheit Selbstverurteilung entwickeln
Typische innere Sätze:
- „Ich habe das falsch gesehen“
- „Ich habe mich täuschen lassen“
- „Ich bin zu viel / zu naiv gewesen“
Das „schleichende Gift“ Nicht die Trennung selbst ist langfristig das Problem – sondern das, was danach in uns passiert:
- Grübeln & mentale Schleifen
- nachträgliches Umschreiben der Realität
- Idealisieren oder Abwerten der Vergangenheit
- Verlust des Vertrauens in die eigene Wahrnehmung
Warum das passiert
- Bedürfnis nach Kontrolle & Erklärung
- Schwierigkeit, Ambivalenz auszuhalten („es war schön UND unklar“)
- emotionale Bindung sucht weiterhin Sinn
Das Gehirn versucht Ordnung zu schaffen – auch wenn es dabei die Realität verzerrt.
Ein zentraler Gedanke der Folge: Du hast nicht falsch gefühlt – du hast in einer unklaren Situation versucht, Klarheit zu finden. Gefühle waren real. Die Situation war widersprüchlich. Beides kann gleichzeitig wahr sein. Das eigentliche Gift ist nicht die Trennung – sondern der Moment, in dem du beginnst, dir selbst nicht mehr zu glauben.
Heilung bedeutet nicht, alles zu verstehen. Sondern aufzuhören, dich selbst für etwas zu verurteilen, das in dem Moment für dich stimmig war.
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Transkript anzeigen
00:00:05: Das schleichende Gift nach der Trennung, was dich nach der trennung langsam innerlich immer mehr festhältst.
00:00:13: Warum du nach der trennung nicht vorankommst obwohl du es so sehr willst und warum sich deine trennung nicht einfach auflöst obwohl mittlerweile schon so viel zeit vergangen ist.
00:00:24: Das hat tiefgreifende neuropsychologische und emotionale Gründe.
00:00:28: Und das werden wir in dieser Folge Schritt für Schritt auseinander nehmen.
00:00:32: Schön, dass du da bist!
00:00:33: Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge an der Trennung Wachsen.
00:00:37: Die meisten Frauen die ich begleite sind nicht frisch getrennt.
00:00:42: Sie kommen nach ca.
00:00:44: zehn Monaten bis ca.
00:00:46: eineinhalb Jahre nach der Trennung, wenn sie feststellen das beschäftigt mich doch mehr und länger und intensiver als gedacht und vor allem mit der Frage wie komme ich hier wieder raus?
00:00:59: Und manchmal ist nicht die Trennung selbst das was uns am meisten belastet sondern das schleichende Gift aus Gedanken, aus Körperreaktionen dass danach in uns weiter arbeitet.
00:01:11: Und das schleichende Gift, was meine ich denn damit?
00:01:14: Nicht die Trennung selbst ist das Problem.
00:01:16: Sondern das, was danach innerlich weiterläuft – die Gedanken, die Bewertung, die Körperreaktion.
00:01:24: und es hört nicht auf obwohl es vorbei ist!
00:01:28: Und ganz typische Symptome sind natürlich die Gedankenschleifen.
00:01:32: Warum hatte er?
00:01:32: Warum habe ich?
00:01:34: Begleitet von körperlichen Symptomen einer großen inneren Unruhe, Nervosität dann auch Wunden, die aufgebrochen sind das Gefühl von Ungerechtigkeit.
00:01:46: Das Gefühl nicht abschließen zu können.
00:01:49: Dann immer wieder emotionale Triggern bei Erinnerungen oder vielleicht auch bei Begegnungen.
00:01:55: Vielleicht auch in innerer Kampf ein inneres Beweisen wollen dass man recht hatte, dass man doch gut genug war und das alles aktiviert Stress, Daueranspannung und keinen Unter runterfahren.
00:02:09: Und die Unterscheidung Was ist passiert?
00:02:13: Ist der Fakt und die Bewertung, was mache ich im Nachhinein daraus?
00:02:19: Ein ganz einfaches Beispiel.
00:02:21: Er war vielleicht unzuverlässig.
00:02:23: Es ist ein Fakt.
00:02:25: Eine Bewertungen ist Ich hätte früher gehen müssen Und damit kommt eine Selbstabwertung ins Spiel.
00:02:31: Ich habe versagt weil ich es nicht früher erkannt hab Weil ich hätte früher Gehen müssen.
00:02:36: und und das Gift entsteht also nicht durch die Vergangenheit sondern durch die Bedeutung, durch die Wertung, die wir ergeben.
00:02:44: Und das ist so schwer loszulassen weil das Gehirn will abschließen.
00:02:51: es sucht nach Erklärung.
00:02:53: Das Nervensystem mag keine offenen Schleifen.
00:02:56: Unklarheit fühlt sich an wie ein Problem dass gelöst werden muss.
00:03:01: Also beginnt der Kopf zu suchen.
00:03:04: Warum ist das passiert?
00:03:05: Was habe ich übersehen?
00:03:07: Wie hätte ich es verhindern können?
00:03:09: Und das Ziel ist, eine innere Ordnung herzustellen.
00:03:13: Vielleicht auch Kontrolle zurückzuholen.
00:03:17: Wenn ich verstehe warum das passiert ist?
00:03:20: Passiert es nie wieder!
00:03:22: Dann steckt hinter diesen Grübeln halt auch ein hoher Schutzimpuls.
00:03:27: Dann erlebe ich dass nie wieder.
00:03:28: dann wird mir nie wieder so einen Schmerz zugefügt.
00:03:32: Das gibt kurzfristig Sicherheit, sich da in den Grübelfallen eine Lüse festzuhängen.
00:03:38: Aber es hält uns halt emotional in der Vergangenheit fest!
00:03:43: Weil das Verstehen selbst ersetzt nicht das Erleben von Abschluss.
00:03:49: Dann haben wir oft noch offene Emotionalen schleifen wenn du zum Beispiel verlassen wurdest Er hatte die Entscheidung getroffen, ich hatte keinen Einfluss.
00:04:01: Warum wollte er mich nicht mehr?
00:04:02: Was hat sich
00:04:03: verändert?".
00:04:05: Und dann sind typische Loops die auftreten vielleicht eine Hoffnungsfalle, vielleicht merkt er noch was wir hatten und Die Realität der Trennung wird immer mehr in den Hintergrund gerückt.
00:04:18: Es findet vielleicht eine Neubewertung statt.
00:04:21: Ich war wohl nicht genug Selbstzweifel, das stimmt nicht mit mir.
00:04:26: Und auch die vielleicht subtile Hoffnung.
00:04:28: Vielleicht meldet er sich nochmal und alles wird wieder gut, wenn du vielleicht ersetzt wurdest eine neue Partnerin kurz nach der Trennung?
00:04:38: Dann taucht die Frage auf wie kann er so schnell weitermachen?
00:04:40: war ich so leicht austauschbar?
00:04:43: was hat sie was Ich nicht habe?
00:04:46: und Der typische loop der hier einsetzt ist der vergleich.
00:04:49: Sie ist bestimmt schöner entspannter weniger kompliziert Und dieser Vergleich beinhaltet halt so viel Selbstabwertung.
00:04:59: Die Selbstabwärtung, ich war vielleicht nicht die richtige, so wie ich war, war ich nicht richtig?
00:05:04: Was macht sie anders?
00:05:06: und wir suchen dann vielleicht auch manchmal die Kontrolle in dem wir Social Media checken oder auch die Hoffnung.
00:05:13: vielleicht merkt er dass es mit ihr nicht funktioniert weil er mich verlassen hat und dann merkt das er doch viel mehr an mir hatte.
00:05:22: also Da sind so viele Loops drin, die uns einfach festhalten.
00:05:27: Wenn du glaubst Dinge falsch gemacht zu haben ich war zu emotional Ich habe so viel Druck gemacht und ich hätte mich anders verhalten müssen.
00:05:36: Und der typische Loop der dann stattfindet dass wir in die Analyse gehen der Vergangenheit Ach wenn ich an dieser Stelle nicht das gesagt hätte Wenn ich mich damals so verhalten hätte.
00:05:47: und dann findet so eine innere Selbstkorrektur statt.
00:05:50: Beim nächsten mal mache ich es besser.
00:05:53: Dadurch an diesem einen Punkt habe ich die Beziehung kaputt gemacht, weil ich immer so reagiert hab.
00:05:58: Dann kommt der tiefe Selbstzweifel kann nicht überhaupt Beziehungen und dann aber auch die große Hoffnung wenn ich mich ändere, dann funktioniert es vielleicht doch noch.
00:06:07: Und das ist oft ein großer Motor für Selbstoptimierung Für persönliche Weiterentwicklung und wir müssen aber dann immer nochmal schauen was ist der Antrieb dahinter?
00:06:21: will Ich wirklich mich selbst besser kennenlernen, mich und meine Muster oder will ich wieder besser werden für jemanden?
00:06:30: Und das sind von außen betrachtet.
00:06:33: Es ist der gleiche Weg aber die innere Haltung sind komplett unterschiedliche Ausgangslagen Und dann gibt es diese Trennung, wo am Ende irgendwie alles unklageblieben ist.
00:06:43: Man hat sich getrennt aber keiner weiß so richtig warum und alles ist in der Schwebe.
00:06:48: Es gab kein Abschlussgespräch, es gibt gemischte Signale bis zum Ende.
00:06:52: Zum einen ach ich will doch, aber ich kann nicht oder ich will nicht.
00:06:57: und Dann kommt dieser typische Loop was war das eigentlich zwischen uns?
00:07:00: Hat er mich jemals wirklich geliebt?
00:07:03: Warum ist er so nah, dann wieder so distanziert?
00:07:06: Und das macht es so schwer für unser System, weil es gibt kein klares Ende im System.
00:07:12: Was alle Beispiele gemeinsam haben?
00:07:15: in all diesen Situationen fehlt etwas ganz Entscheidendes – eine klare innerliche stimmige Einordnung!
00:07:23: Stattdessen bleibt eine offene Bedeutung, offene Fragen, offenne Emotionen und genau das hält diesen Loop nach der Trennung am Laufen.
00:07:32: Es sind nicht nur die Ereignisse, die schmerzhaft sind sondern diese offenen Bedeuntungen, die sich immer wieder täglich neu aufladen.
00:07:41: Und es ist kein Denkproblem, sondern ein nicht abgeschlossener innerer Zustand!
00:07:50: Loslassen scheitert selten an dem was war sondern daran, dass der Kopf versucht aus dem Erleben eine endgültige Erklärung über sich selbst zu bauen.
00:08:00: Und diese Erklärungen ist oft so hart, so selbsalabwertend was mit der Realität nichts mehr zu tun hat.
00:08:10: und die Beziehung selbst oder die Trennung selbst ist nicht das was so tief einprägt, sondern das danach wenn das Nervensystem hängen bleibt in erhöhter Wachsamkeit, im gedanklichen Wiederkeuen, in emotionalen Nachreaktionen.
00:08:31: In diesem schweren Inneren nicht loslassen können und nicht weil die Person nicht mehr da ist sondern weil der Körper diese Erfahrung noch nicht als abgeschlossen bewertet.
00:08:43: Und das ist erstmal völlig normal.
00:08:45: dafür sind Trennungsphasen da.
00:08:48: es ist ein Verarbeitungsprozess.
00:08:51: Schwierig wird es nur dort, wo dieser Prozess hängen bleibt oder sich verstärkt.
00:08:56: Weil es halt keine innere- oder äußere Klarheit gibt wenn die Interpretationen die Fakten überlagern und wenn die Selbstverurteilungsschleife beginnt.
00:09:07: Ich hätte ich war.
00:09:09: Und wenn das System keine neue Sicherheit aufbauen kann dann wird aus der Verarbeitung Aus dem Trennungsprozess sondern kein abschließen sondern ein inneres Weiterkreisen ohne Ende.
00:09:24: Und ich höre dann so oft, ja, Ich muss loslassen!
00:09:27: Das funktioniert nicht.
00:09:29: Weil Loslassen ist ein Prozess der sich auf mehreren Ebenen vollzieht.
00:09:35: Du musst erstmal erkennen was denke ich und dann in die Beobachterrolle gehen.
00:09:40: Also Gedanken erkennen statt ihnen zu glauben Dann die Realität von der Geschichte, die du dir selbst erzählst trenn Das Nervensystem regulieren nicht nur verstehen und vor allem Verantwortung zurückgeben.
00:09:54: Wem gehört eigentlich was?
00:09:57: Und wenn ich diese Punkte mal auseinandernehme, Gedanken erkennen statt glauben nach einer Trennung wirken die Gedanken auf wie Fakten sind es aber nicht Gedanken, die wir dann oft haben.
00:10:09: Ich war ihm nie wirklich wichtig, habe alles falsch gemacht.
00:10:12: Wenn ich anders gewesen wäre hätte es funktioniert.
00:10:15: Er ist längst weiter und schon wieder glücklich.
00:10:19: Ich hänge hier noch Und Gedanken sind die innere Reaktion auf eine Unsicherheit aber nicht die Wahrheit über das was wirklich da ist.
00:10:29: Das brauchen wir als Übung dass wir Abstand schaffen zwischen uns und den Gedanken, vor allem der Interpretation die da dran hängt.
00:10:43: Nach Trennung vermischt sich halt sehr oft was wirklich passiert ist mit dem was wir daraus machen.
00:10:50: Die Realität.
00:10:51: er hat sich vielleicht selten gemeldet es gibt keine klare Entscheidung.
00:10:55: die Beziehung war anstrengend Und die Geschichte, die Interpretationsdie wir daraus machen.
00:11:00: ich war nicht gut genug Ich war nur eine Option.
00:11:02: Er hat mich nie wirklich geliebt.
00:11:06: Ich möchte das nochmal klarstellen.
00:11:08: Die Realität beschreibt ein Verhalten, einen Fakt und die Geschichte, die Interpretationen, die wir daraus machen bewertet unseren Wert darin.
00:11:20: also es ist ein großes Selbstwertthema was sich da drin versteckt.
00:11:25: aus diesem aus dieser Falle wird dann halt schnell eine ein Urteil über uns Im Kern aufgelöst werden dieses schleichende Gift aus der Selbstverurteilung, aus der selbst Optimierung.
00:11:44: Weil wir übernehmen das mit als neue Grundüberzeugungen und das hat natürlich Folgen nicht nur für die Trennung sondern auch für die zukünftige Beziehung.
00:11:56: Nervensystem regulieren Nicht nur verstehen.
00:12:01: viele versuchen die Trenchung rein kognitiv zu lösen aber der Körper hängt noch oft in der Aktivierung.
00:12:09: Das ist dann dieses innere Unruhegefühl des plötzliche Gedankenkreisen, Druck im Brustbereich, im Bauch die verspannten Schultern, Nackenmuskeln und so ein Ziehen in Richtung Grübeln – das ist kein Denkproblem sondern beschreibt den Stresszustand des Nervensystems.
00:12:32: Und Regulation heißt ich muss erstmal wahrnehmen was passiert in meinem Körper.
00:12:37: Was passiert in meinem Körper und was braucht er gerade, um diese Aktivierung zu regulieren?
00:12:45: Also Sicherheit im Körper herstellt nicht nur Klarheit im Kopf.
00:12:50: Und ein ganz großer Punkt Verantwortung zurückzugeben.
00:12:55: Wem gehört eigentlich was?
00:12:58: Und grade meine parentifizierten Töchter, da mache ich nochmal eine extra Podcastfolge zu Da übernehmen so viele Frauen, die zu mir kommen.
00:13:06: So viel Verantwortung!
00:13:09: Ich hätte es merken müssen.
00:13:10: ich habe die Dynamik erzeugt, ich hab ihn überfordert... ...ich bin schuld dass das so gelaufen ist und der Realitätscheck ist.
00:13:19: in jeder Beziehung gibt es geteilte Dynamiken aber getrennte Verantwortungsbereiche.
00:13:25: Was war meine Entscheidung?
00:13:27: Was war mein Verhalten, was war sein Verhalten seine Entscheidung?
00:13:32: und was ist ein Beziehungsmuster oder eine Dynamik?
00:13:36: und kein individuelles Versagen.
00:13:39: Und da geht es nicht darum Schuld zu verteilen sondern Klarheit zu schaffen!
00:13:44: Wenn eine Erfahrung nicht sauber eingeordnet wird dann bleibt sie nicht neutral.
00:13:49: Unser System versucht daraus noch eine Regel für die Zukunft abzuleiten.
00:13:53: Oftmals gar nicht bewusst, sondern als leise tiefe innere Schlussfoldung und was dein System daraus beschließen kann.
00:14:01: ist das aus Interpretation wie ich war nicht gut genug oder ich wurde ersetzt.
00:14:07: Ich muss mich mehr anpassen, damit es funktioniert.
00:14:32: Ach, ich weiß nicht was alles.
00:14:34: Nur beim Vorlesen wird es mir schon ganz schwindelig und wird meine Brust schon ganz eng für diesen Druck den dann wir uns selber machen.
00:14:45: Und das sind keine bewussten Überzeugungen Das sind über Lebensstrategien des Systems um zukünftig Schmerz zu vermeiden.
00:14:53: Der entscheidende Schiff der Stadt finden muss dass wir diese allgemeine Regel So muss ich sein, damit Beziehung funktioniert.
00:15:03: Dass uns das einfach bewusst wird!
00:15:05: Ich muss tun um geliebt zu werden und dass alles verdichtet sich zu einem zentralen inneren Mustern, dass ich etwas tun verändern oder leisten muss um gelIEb zu werden.
00:15:17: Und das ist so gefährlich weil sich das Leise in die Zukunft einschreibt.
00:15:21: Wir gehen dann anders in neue Beziehungen.
00:15:24: wir passen uns vielleicht noch früher an übergehend vielleicht noch schneller unsere eigenen Grenzen.
00:15:29: uns kennst noch mehr im Außen, was brauchten gegenüber damit er mich bloß nicht wieder verlässt.
00:15:35: Nicht weil du es willst sondern weil dein System versucht den alten Schmerz zu verweiden.
00:15:41: und das schleichende Gift ist also nicht nur die Vergangenheit sondern auch die unbewussten Regeln die wir daraus ableiten und die wir in jede neue Verbindung mitnehmen.
00:15:52: Und hier passiert etwas, das viele lange nicht sehen.
00:15:55: Die Erfahrung bleibt nicht in der Vergangenheit – sie schiebt sich leise in deine Zukunft!
00:16:01: Nicht als Erinnerung sondern als unbewusste Entscheidung.
00:16:05: Eine Entscheidung die du nie bewusst getroffen hast.
00:16:09: Vielleicht ist es nur der kleine Satz in dir?
00:16:11: Beim nächsten Mal mache ich's besser... Und plötzlich bedeutet das, ich bin aufmerksamer.
00:16:17: Ich passe mich schneller an!
00:16:18: Ich halte mich vielleicht ein bisschen mehr zurück... ...ich gebe mir etwas mehr Mühe und es passiert nicht aus Freiheit sondern aus einer Angst dass es sonst wieder ändert.
00:16:30: Und ohne dass du es merkst verschiebt sich etwas ganz Grundlegendes Du gehst nicht mehr als du selbst in Verbindung Sondern als die Version die gelernt hat wie man bleibt.
00:16:43: Und genau das ist das Paradoxe.
00:16:45: Wenn wir versuchen den Schmerz von damals zu vermeiden, erschaffen wir damit oft genau die Dynamik, die uns wieder davon wegbringt wirklich gesehen zu werden.
00:16:56: Weil unter all dem ein Satz wirkt der nie laut ausgesprochen wird ich muss etwas tun um geliebt zu werden und genau deshalb ist es so wichtig nicht nur die Trennung zu verstehen sondern auch die Bedeutung die wir daraus gemacht haben.
00:17:13: Sonst endet die Geschichte nicht wirklich, sie verändert nur die Form und läuft weiter.
00:17:19: Und wenn dir diese Perspektive nicht bewusst wird dann veränderst du nicht die Dynamik.
00:17:24: Du optimierst dich nur innerhalb derselben Dynamik.
00:17:28: Das erlebe ich in der Praxis immer wieder.
00:17:32: Es scheitert nicht daran dass Menschen nicht verstehen wollen oder nicht reflektiert genug sind sondern darum das Konkrete Tools und klares Wissen fehlt, wie sie mit genau diesen inneren Prozessen umgehen können.
00:17:47: Weißt du, wie erkennst, wann ein Gandange gerade in dir zur Wahrheit wird?
00:17:52: Obwohl er vielleicht eigentlich nur eine Interpretation ist!
00:17:55: Weißt Du, wie Du Realität und Geschichte im Moment wirklich voneinander trennen
00:18:00: kannst?!
00:18:02: Und weißt Du was Du konnt... kreatuen kannst, wenn der Nervensystem noch in der alten Beziehung reagiert.
00:18:07: Obwohl rational längst alles klar ist?
00:18:11: und weißt du wie Du Verantwortung sauber zurückgibst ohne dich selbst darin zu verlieren?
00:18:16: Und genau das sind oft die Punkte an denen so viele Frauen noch Monate nach der Trennung festhängen!
00:18:25: Das ist ein Kernstück der Fundamentarbeit im SOS-Kompaktkurs mit ganz konkreten Tools, klare Struktur auch mit Aufstellungsarbeit um diese Dynamik nicht nur zu verstehen sondern auch wirklich zu verändern.
00:18:41: Und Fakten versus Interpretation.
00:18:45: Fakten sind, die Beziehung ist beendet.
00:18:48: Es gab vielleicht Untreue oder wir haben es auseinandergelebt.
00:18:51: Die Interpretation, die wir daraus machen isst ich bin nicht liebenswert Ich hatte alles falsch gemacht oder er wollte mich zerstören wenn ich aus einer nazistischen Prägung komme und das menschliche Gehirn vermischt und Bedeutung einfach sehr schnell.
00:19:09: Und ohne eine saubere Reflexion, vor allem alternative Perspektiven werden diese negativen Interpretationen automatisch im Nervensystem gespeichert als ob sie absolute Wahrheit wären.
00:19:23: Die Folge der schleichende Gift ist dann also eine chronische Selbstkritik Eine immer mehr entstehende Angst vor Nähe, vielleicht auch Misstrauen, Grollwut.
00:19:36: und wenn das keinen Ausdruck finden dann ist dieses Gift in unserem System weiter aktiv.
00:19:44: Und das Nervensystem nach der Trennung.
00:19:48: Die Trennung aktiviert ähnliche Gehirnregionen wie körperlicher Schmerz und unverarbeitete Emotionen hinterlassen Spuren, die die Stresshormone dauerhaft hochhalten.
00:20:01: Und wenn dann noch häufig eine Spirale aus Gedankenkreisen entsteht, dann bleiben wir in diesem emotionalen Dauerstress.
00:20:11: Das Nervensystem interpretiert das weiter als Gefahr und aktiviert unseren Flucht- und Stressreaktionsmechanismus.
00:20:24: Aus Interpretation wird dann eine Selbstzuschreibung.
00:20:28: Aus dem Satz entsteht so schnell eine innere Bedeutungsverschiebung, es lag an mir ich war nicht genug Ich habe es falsch gemacht und die Trennung wird dann zur Bewertung der eigenen Person Nicht mehr Es war komplex!
00:20:45: Ich will die Dynamiken verstehen.
00:20:49: Dynamik heißt immer sind zwei Beteiligte sondern sondern Reduktion auf, ich bin das Problem.
00:20:56: Und der Stress, der dann im Nervensystem entsteht, sobald diese Selbstzuschreibung passiert also indem wir uns selbst abwerten, dann reagiert das System nicht mehr neutral, sondern bedrohungsorientiert weil soziale Ausgrenzung oder nicht genügen ist evolutionär als Gefahr gespeichert in unserem Nervensystem.
00:21:21: Und dann passiert typischerweise das, was das Nervensystem tun muss Es aktiviert das Stresssystem den Sympathikus.
00:21:30: es produziert eine erhöhte innere Wachsamkeit ein gedankliches Kreisen um diesen Stressloop wieder aufzulösen und dadurch noch mehr innerer Druck und Unruhe.
00:21:44: Der Körper unterscheidet nicht zwischen realer Gefahr und innerer Selbstbewertung.
00:21:50: Für ihn ist, ich bin nicht genug eine soziale
00:21:54: Bedrohung.".
00:21:56: Und das ist was den Mechanismus unseres autonomen Nervensystems also es reagiert automatisch darauf in Gang bringt.
00:22:06: und wenn uns das nicht bewusst wird dann bleibt dieser Loop einfach bestehen.
00:22:13: Dann haben wir oft diese Selbstabwertungen die sich kleiner machen passiert aus diesem Stress ein automatischer Prozess.
00:22:28: Ich habe etwas falsch gemacht, denn ich bin zu viel gewesen und hätte es besser wissen müssen andere würden das besser hinbekommen usw.
00:22:37: Und der Selbstwert sinkt dabei nicht nur gedanklich sondern er wird regelrecht heruntergefahren.
00:22:43: Das wiederum zeigt sich dann ganz konkret im Verhalten und im Erleben.
00:22:48: wir halten uns immer mehr zurück statt uns klar zu zeigen.
00:22:51: Wir zweifeln stärker an unserer Selbstwahrnehmung, wir relativieren unsere Gefühle – ach so schlimm war es vielleicht nicht.
00:22:58: ich dramatisiere das oder passen uns innerlich an um keine zusätzliche äußerliche Bewertungen zu riskieren.
00:23:05: und innerliche Anpassung heißt So wie ich war, so wie ich gefühlt habe und reagiert habe hat es nicht gereicht oder zu Konflikt geführt.
00:23:18: Das System hat nur eine einzige Strategie – Ich zeige weniger davon!
00:23:23: Und das passiert auf mehreren Ebenen.
00:23:25: Eine emotionale Anpassung.
00:23:27: Wir dämpfen die Gefühle bevor sie zu viel werden könnten weniger klarer Ärger, weniger klare Bedürfnisse, weniger spontane emotionale Reaktionen.
00:23:37: So ein innerer Filter.
00:23:38: ist das angemessen?
00:23:39: könnte es falsch ankommen und das macht uns in unserem Ausdruck vorsichtiger?
00:23:45: wir formulieren weicher wir relativieren.
00:23:49: Ist es vielleicht nur mein Gefühl?
00:23:51: Wir sagen weniger klar was wir brauchen Und dann wird die Sprache vorsorglich entschärft um keine Reaktion auszulösen.
00:24:00: Und innerlich passiert dann auch ein Schiff, vielleicht ich übertreibe.
00:24:03: Vielleicht sehe ich das falsch?
00:24:05: Ich sollte nicht so empfindlich sein und das eigene Erleben wird vorsorglichen Frage gestellt bevor es Außen infrage gestellt werden kann.
00:24:15: Der Kernmechanismus dahinter ist wenn ich mich so zeige wie ich mich in der Beziehung gezeigt habe die er zur Trennung geführt hat sowie ich bin entsteht Unsicherheit Konflikt oder Trennung.
00:24:28: Also ist die Strategie weniger sichtbar werden, weniger Risiko für Bewertung und das ist kein bewusster Rückzug und auch keine Charakterschwäche.
00:24:39: Das ist eine Schutzreaktion auf die erlebte Unsicherheit durch die Trennungen, die in uns entstanden sind.
00:24:46: Diese Anpassung reduziert kurzfristig Stress aber langfristig verlieren wir den Selbstkontakt Klarheit und innere Stabilität.
00:24:56: Und auf der körperlichen Ebene merken wir das nicht nur im Kopf, sondern viel Druck im Brustkorb.
00:25:02: Im Bauch, in flachen Arten, hohe Mütigkeit und Erschöpfung.
00:25:08: Unruhe, innere Sitterne, enge Körperhaltung... Das ist Ausdruck eines Systems, dass gleichzeitig etwas verarbeiten will aber keine echte Lösung finden.
00:25:20: Diese Interpretation, wenn ich anders gewesen wäre Erzeugt eine Schleife von dem Ereignis.
00:25:30: Daraus kommt die Interpretation, das heißt wir werden uns ab oder schieben uns eine große Teil Schuld zu.
00:25:39: Das wiederum vor anderem eine Stressreaktion im Körper.
00:25:42: Selbstabwertung führt dann noch zum mehr Rückzug, zu nochmal grübeln oder vielleicht auch so noch mehr optimieren.
00:25:49: und dieser Loop, die Vergangenheit fühlt sich nicht nur schmerzhaft an sondern auch noch gegenwärtig bedrohlich, weil nicht mehr die Trennung selbst den dauerhaften Stress produziert, sondern die Bedeutung, die der Kopf im Nachhinein über uns selbst daraus gemacht hat.
00:26:08: Und diese Bedeitung wird im Körper gespeichert und immer wieder reaktiviert.
00:26:14: Das ist nicht schwach wenn es nachwirkt, sondern eine ganz logische Folge – das ist veränderbar!
00:26:25: Oft passiert etwas ganz Entscheidendes, wenn wir versuchen im Nachhinein die Geschichte neu zu bewerten und dabei in der Selbstkritik landen.
00:26:37: Diese Perspektive greift viel zu kurz.
00:26:41: Wir schauen nur auf das Ergebnis aber nicht auf die innere Logik, die dich dorthin gebracht hat.
00:26:49: Wenn du in einer Verbindung vielleicht zu lange warst, die für dich Bedeutung hat... Dann hält dich nicht die Unvernunft dort, dann hält dich die Bindung dort.
00:26:58: Die Hoffnung das Erleben von Nähe und das Bedürfnis nach Verbindung.
00:27:03: Und dein System trifft in jedem Moment Entscheidungen auf Basis dessen was sich damals real unmöglich angefühlt hat und nicht auf Basiss von dem Wissen was du heute versuchst dir anzueignen oder was Du heute hast.
00:27:19: Erst wenn du beginnst zu verstehen, warum du dich so verhalten hast wie du dich Verhalten hast.
00:27:25: Erst wenn Du erkennst, welche innere eigene Logik dahinter stand dann kann ein ganz anderer Blick auf Dich entstehen.
00:27:34: Dann wird aus Ich habe etwas falsch gemacht Ein ich hab in einer starken unklaren Situation versucht Verbindung zu halten und Wenn wir Aus diesem, ich sag mal einfachen Selbstvorwurf in die Logik dahinter kommen ab da kippt etwas.
00:27:54: Dann geht es nicht mehr um Schuld sondern um ein tiefes Verständnis und aus diesen Verständnissen heraus entstehen ganz neue Perspektiven wie zum Beispiel Ich habe mich auf etwas eingelassen dass sich zunächst echt angefühlt hat.
00:28:16: Ich habe nicht versagt, sondern ich habe in Echtzeit reagiert.
00:28:26: Und sie hat getragen, was sich noch nicht eindeutig angefühlt hat.
00:28:48: Das nichts davon ist falsch!
00:28:51: Es zeigt wie sehr du fähig bist dich einzulassen und wie viel Bedeutung du einer Beziehung geben kannst und vor allem auch wie ernst du Verbindung nimmst.
00:29:00: Und genau das ist etwas, was überhaupt nicht korrigiert werden muss.
00:29:05: Es muss verstanden werden und dann in einem Rahmen gebracht werden der dich schützt und unterstützt.
00:29:12: Denn wenn ich beginne diese Qualitäten in mir abzuwerten, dann verliere ich diese eine Geschichte, sondern auch einen Teil von mir.
00:29:23: Und darum geht es nicht!
00:29:24: Es geht nicht darum weniger zu fühlen oder weniger loyal zu sein, sondern diese Fähigkeit mit Klarheit zu verbinden.
00:29:32: und erst wenn das wirklich innerlich ankommt dann kann sich etwas lösen.
00:29:40: Ich habe hier mal zehn Beispiele aufgeführt wie wir diese Dinge anders betrachten können.
00:29:49: Anstatt ich habe zu lange festgehalten, wenn das ein Selbstvorwurf ist dann machen wir mal einen Check.
00:29:58: Ich habe lange um etwas gekämpft was für mich eine große Bedeutung hatte und der Wert dahinter den du lebst und dem du treu geblieben bist ist Treue und Loyalität und dass es eine Stärke weil Du verbindlich bist und nicht beim ersten Widerstand gehst.
00:30:16: Und wie immer gibt es halt kleine Tücken.
00:30:20: Ohne Gegenseitigkeit kann Loyalität dich in Situation halten, die dich langsam erschöpfen.
00:30:27: Dann wenn du dir zum Vorwurf machst ich habe den falschen Menschen geliebt.
00:30:34: Check!
00:30:35: Ich hab mich auf eine Verbindung eingelassen, die sich anfangs echt angefühlt hat und der Wert, den du da verkörpers ist Offenheit und Hingabe.
00:30:46: Du bist bereit dich einzulassen und nähe zuzulassen.
00:30:50: Das ist die Basis für echte Verbindung, der die Tücke da dran ist.
00:30:56: ohne die Klarheit eines Gegenübers kann Hingabe Dich in Unklarheit binden.
00:31:03: und dann mit einem Loop das du die Verantwortung übernimmst Wenn du den Selbstvorwurf hast.
00:31:09: ich war zu naiv.
00:31:12: Nein Check Ich habe Vertrauen gezeigt bevor ich genug Sicherheit hatte.
00:31:19: Und die Qualitäten, die in dir dahinterstecken ist eine große Vertrauen und eine große Herzoffenheit.
00:31:27: Du gehst nicht zynisch in Beziehung sondern mit einem offenen Blick und das ermöglicht eine Tiefe.
00:31:34: Die Tücke wenn das Vertrauen nicht erwidert wird oder die Basis nicht da ist empfehlt innere Halt an dem du dich orientieren kannst.
00:31:46: Ich hätte es früher sehen müssen.
00:31:49: Auch ein beliebter Selbstvorwurf.
00:31:51: Check, ich habe in Echtzeit entschieden mit dem Wissen das ich damals hatte.
00:31:57: Das ist Echtheit im Moment!
00:31:59: Du bist im Erleben nicht in permanenter Kontrolle.
00:32:03: hinterfragen und das macht dich lebendig und verbindbar.
00:32:08: Und die Tücke ist rückblickend.
00:32:10: geben wir dem eine ganz andere Bedeutung obwohl es einfach ein gelebter Moment gewesen ist.
00:32:17: Ich bin zu emotional gewesen.
00:32:20: Nein, nein, nein!
00:32:21: Check ich habe intensiv gefühlt in einer emotional unklaren Situation.
00:32:28: die Fähigkeit die du mitbringst ist so absolut emotionaler Tiefe Du kannst dich wirklich berühren lassen.
00:32:35: und das es eine Fähigkeit und keine Schwäche.
00:32:39: Die Türke is.
00:32:40: in instabilen Dynamiken verstärken die Gefühle die Bindung auch wenn sie dir nicht gut tun.
00:32:48: Ein ganz beliebter Selbstvorwurf, ich war nicht gut genug.
00:32:53: Stopp!
00:32:54: Ich war in einer Dynamik ohne klare Gegenseitigkeit.
00:32:59: Das heißt der ganze System ist beziehungsorientiert.
00:33:04: Du suchst echte Verbindung und Gegenseitigkeit – das ist ein ganz gesunder Anspruch.
00:33:10: Die Tücke ist wenn Gegenseite fehlt beginnst du schnell den Fehler bei dir zu suchen Und das muss durch die Dynamik, muss die Verantwortung zurückgegeben werden.
00:33:23: Dann auch – ich habe alles falsch gemacht, auch gerne genommen – Ich habe versucht eine unklare Situation stabil zu halten und damit zeigst du ganz große Qualitäten von Verantwortung und Fürsorge.
00:33:40: Du übernimmst Verantwortung und willst Dinge tragen, die normalerweise Stabilität schaffen.
00:33:48: Die Türke ist, du kompensierst Dinge oder übernimmst zu viel Verantwortung die eigentlich nicht in deinem Bereich gehören.
00:33:57: Ein weiterer Selbstvorwurf ich hätte Grenzen setzen müssen?
00:34:02: Nein!
00:34:03: Ich habe meine Grenzen erst im Verlauf erkannt Und das ist einfach ein Ausdruck von Lernfähigkeit und Entwicklung, den du mitbringst.
00:34:13: Beziehungen sind nicht stabil – sie entwickeln sich!
00:34:16: Du bist in der Lage aus Erfahrung zu lernen und Grenzen entstehen oft erst in der Beziehung und im Prozess.
00:34:26: Und die Tücke ist während du noch lernst kann es Phasen geben oder in der Vergangenheit wo du über deine Grenzen hinausgegangen bist ohne es sofort zu merken.
00:34:38: Daran ist aber im Nachhinein nichts falsch.
00:34:41: Ich bin schwach geblieben, Moment!
00:34:46: Ich bin in einer emotional aktivierenden Bindung gebliebene.
00:34:50: Was heißt das denn?
00:34:51: Das heißt wieder du hast eine hohe Bindungsfähigkeit.
00:34:54: Du kannst dich wirklich binden und das ist eines der wichtigsten Fähigkeiten für Beziehung die Tücke ist.
00:35:01: nur in intensiven Dynamiken fühlt sich Bindung wie ich kann nicht loslassen an.
00:35:07: Ich komme immer wieder zurück, nein!
00:35:10: Dein System ist noch gebunden und es in einem Prozess sich langsam zu lösen.
00:35:16: Und da gibt es immer wieder dieses hin und her und hin und Her Nicht weil du zu schwach bist Sondern weil du zutiefst gebunden bist und das ein Prozess ist.
00:35:29: Und dann haben wir auch...ich hätte mich früher lösen müssen?
00:35:34: Nein Ich habe mich in meinem Tempo aus einer starken Bindung gelöst.
00:35:40: Und das ist eine Fähigkeit, du hast Respekt vor deinen inneren Prozessen!
00:35:46: Du gehst einen Weg nicht oberflächlich sondern in deinem eigenen Rhythmus und die Selbstverurteilung oder die Tücke, die da drinsteckt ist.
00:35:56: von außen wirkt das vielleicht wie ich bin viel zu lange geblieben.
00:36:03: Innerlich ist es aber ein tiefer Prozess, sich zu lösen.
00:36:07: Und der Kerngedanke ist diese vermeintlichen Fehler auf die wir das so einfach projizieren sind oft Ausdruck deiner größten Beziehungsfähigkeit.
00:36:21: Sie wurden nur oft in einem Kontext gelebt, der sie nicht tragen konnte und Es geht nicht darum diese Seiten abzuschneiden sondern viel mehr diese Stärke als genau richtig in sich anzuerkennen, nicht weiter abzuwerden aber mit klaren Grenzen zu versehen.
00:36:43: Und die neuen Sichtweisen, diese Perspektiven greifen nicht sofort.
00:36:47: es ist nicht einfach nur ein positives Umformulieren.
00:36:51: Sie können erst dann wirklich ankommen wenn ein entscheidender Schritt vorher passiert ist das Verstehen der eigenen Handlungslogik.
00:37:01: Wenn solange du nur auf das Ergebnis schaust, warum habe ich das getan?
00:37:05: bleibt automatisch diese oft negative Selbstbewertung hängen.
00:37:11: Der Nervensystem liest es als Fehler reagiert mit Stress, Scham oder Selbsterwertung.
00:37:16: und Erst wenn klar wird, ich habe so gehandelt weil ich gebunden war.
00:37:21: Weil ich Sicherheit gesucht habe, weil ich Bedeutung erlebt habe.
00:37:26: Weil mein System Verbindung halten wollte und erst dann wird das Verhalten nachvollziehbar statt falsch.
00:37:34: Und genau ab diesem Moment kann sich diese Perspektive endlich innerlich verschieben.
00:37:39: weg von was stimmt nicht mit mir sondern hinzu was war eigentlich die innere Logik dahinter?
00:37:46: Du kannst dich nur wirklich dann anders sehen, wenn du zuerst verstehst warum du genau so geworden bist oder gehandelt hast wie du in der Situation gewesen bist.
00:38:00: Erstverständnis – dann neue Bewertung und nicht umgekehrt.
00:38:06: Verarbeitung heißt ich verstehe also was passiert ist und wie ich reagiert habe und was mein Motor war und was meine Werte dahinter gewesen sind.
00:38:16: Und Selbstabwertung heißt, ich bewerte mich als Person über das was passiert ist und trage die alleinige Verantwortung.
00:38:24: Viele hängen genau in diesem Prozess dazwischen fest.
00:38:28: Genau dort entsteht dieses schleichende Gift wenn wir nicht beginnen die Dynamik dahinter viel tiefer zu erkennen mit den Emotionen die noch gebunden sind und dem Nervensystem zu arbeiten.
00:38:42: Das ist kein Prozess der nur im Kopf gelöst werden kann.
00:38:46: Und das, was passiert dieses Grübeln, diese Selbstzweifel, dieses innere Kreisen.
00:38:52: Das ist kein Zeichen von Schwäche oder nicht weiterkommen sondern ein funktionales System, dass versucht Sicherheit nachträglich wiederherzustellen.
00:39:04: und was heißt das überhaupt?
00:39:06: Unser Nervensystem ist nicht darauf ausgelegt recht zu haben oder loszulassen vor allem darauf Sicherheit herzustellen und zu erhalten.
00:39:19: Und wenn eine Situation, das ist eine Trennung unsicher unklar oder emotional sehr intensiv ist dann passiert folgendes bekommt im Moment selbst keine klare Lösung, also wird die Verarbeitung verschoben und später nachgeholt.
00:39:39: Das heißt nach der Situation beginnt das Gehirn rückblickend zu arbeiten.
00:39:44: Warum ist es passiert?
00:39:45: Was habe ich übersehen?
00:39:46: was sagt das über mich?
00:39:48: Es versucht aus diesem emotional offenen Zustand im Nachhinein etwas geschlossenes zu machen Und Ziel ist hier nicht die Wahrheit, sondern eine innere Beruhigung durch Erklärung.
00:40:02: Und das ist total funktional weil es schützt.
00:40:07: dass was unklar bleibt ist für das Nervensystem gleich bedeuten mit Die Gefahr ist noch nicht eingeordnet.
00:40:13: also versuchtes Muster zu erkennen vielleicht auch Schuld zuzuordnen Kontrolle durch Verständnis herzustellen und Das ist Für unser System besser als jegliche Umklarheit.
00:40:26: Der Haken ist nur, das Problem entsteht wenn diese Nachverarbeitung kippt in eine große Selbstverurteilung anstatt in eine gesunde Einordnung grübeln und statt Integration auf körperlicher Ebene und verzerrte Interpretationen statt Realität dann wird nämlich sehr häufig aus ich versuche zu verstehen Ich suche einen Fehler in mir Und das genau erzeugt inneren Stress statt Sicherheit.
00:40:59: Wenn es keine innere echte Klärung findet, dann produziert es dafür Erklärungen statt Ruhe.
00:41:06: und in der Traumotherapie gilt ein ganz einfaches Prinzip eine Erfahrung ist dann integriert wenn sie einen Anfang Einverlauf und ein Ende hat.
00:41:17: Das bedeutet nicht dass die Geschichte schön sein muss aber innerlich vollständig eingeordnet ist.
00:41:24: Und was bedeutet Ende hier eigentlich?
00:41:26: Das Ende ist ja nicht das äußere Ereignis, die Trennung – das ist oft erst der Beginn in der intensiven Phase, die dann kommt.
00:41:34: Ein echtes innerliches Ende entsteht wenn die Situation kognitiv als abgeschlossen verstanden werden kann.
00:41:45: Emotional, keine offene emotionale Erwartung mehr im System Aktives.
00:41:50: Also keine Hoffnung, kein Wut, keinen Roll.
00:41:55: Keine.
00:41:56: was wäre wenn Schleifen nötig sind um dieses Ende herbeizuführen und die Beziehungen auch die Trennung ihren Platz in der eigenen Biografie gefunden haben als Teil deines Lebens mit dem du in Frieden bist?
00:42:13: Und die Trennung ist erstmal nur das äußere Ereignis.
00:42:17: Innerlich unabgeschlossen wird sie, einfach wenn wir diesen Trennungsprozess, wenn wir diese Trenningsphasen nicht durchlaufen vollständig, wenn zum Beispiel Unrecht nicht benannt werden.
00:42:32: Wenn das was verletzend oder unfair war innerlich nicht klar benannt wird passiert halt oft.
00:42:39: es war halt kompliziert.
00:42:40: ich will ja nicht nachtragend sein vielleicht war's auch meine Schuld.
00:42:44: Das Problem ist, das Nervensystem hat die Verletzung trotzdem abgespeichert.
00:42:49: Und ohne Einordnung bleibt sie aktiv wenn Wut nicht zugelassen wurde.
00:42:56: Wut ist keine negative Emotion sondern eine Grenzreaktion und wenn sie unterdrückt wird bleibt die Energie im System gebunden entsteht innerer Druck statt Klarheit und richtet sich oft gegen einen selbst in Form von Selbstvorwurf.
00:43:10: Das ist halt oft, wo eine Grenze nötig wäre, wo Wut nötigt wäre.
00:43:14: sozusagen bis hierhin und nicht weiter wird diese Wut auch zu Selbstkritik wenn Trauer nicht vollständig durchlaufen wird.
00:43:23: Trauer ist nicht nur Weinen sondern die Anerkennung eines Verlustes dass das was weh tut etwas bedeutet hat.
00:43:32: Vielleicht auch Abschied von einer Möglichkeit, von einer Zukunftsvision oder Akzeptanz, dass etwas nicht so geworden ist wie ich es mir gewünscht hätte.
00:43:43: Und wenn das nicht passiert bleibt das System unbewusst in Sonne?
00:43:47: Es könnte doch noch anders sein Schleife hängen!
00:43:51: Und wenn selbst Vorwürfe nicht sauber sortiert werden zwischen meinem Anteil, seinem Anteil und der Beziehungsdynamik dann entsteht oft so ein inneres Durcheinander von ich bin schuld und ich hätte es verhindern müssen.
00:44:07: Das bindet eine Identität an die Erfahrung.
00:44:10: noch viel zu viel zu viele Verantwortung.
00:44:19: Zu mir kommen, kommen nicht direkt nach der Trennung oder selten sondern wirklich in der Regel erst lange Zeit danach wenn innerlich noch so viel abläuft und was dann sichtbar wird ist das halt Gefühle nicht vollständig gefühlt wurden vor allem die vermeintlich unangenehm Verletzung nicht wirklich eingeordnet worden sondern eher unter dem Degmentelchen der Harmonie, ach war ja nicht so schlimm.
00:44:45: Trauer nicht abgeschlossen wurde Wut nicht verabwurde, verarbeitet wurde und selbst Vorwürfe nie wirklich sortiert wurden.
00:44:53: Das System war lange in Funktion aber nicht in Verarbeitung.
00:44:58: Und was dann entsteht?
00:44:59: dass diese Unabgeschlossenen Anteile sich ansammeln?
00:45:03: Dann passiert etwas ganz Typisches das innere System wird voller Und dieses volle System hat Konsequenzen.
00:45:11: Es gibt weniger emotionale Beweglichkeit, weniger Zugang zu Freude, weniger leichter im Alltag.
00:45:20: und es gibt diese Beschreibung die vielleicht viele kennen du sitzt an einem schönen Hotel am Strand am Sonnenuntergang und eigentlich wäre das ein Moment von Freude von Ruhe von Weite.
00:45:33: und innerlich passiert etwas ganz anderes.
00:45:36: Ich weiß, was ich fühlen sollte.
00:45:39: Aber ich spüre es
00:45:40: nicht.".
00:45:41: Oder das Gegenteil – Gefühle kommen dann völlig unkontrolliert hoch ohne Kontext!
00:45:48: Weil die Gefühler, die nicht verarbeitet wurden, verschwinden sich.
00:45:52: Sie verschieben sich in den Hintergrund des Erlebens und genau das kann Freude blockieren aber auch eine innere Überflutung erzeugen.
00:46:03: Und dann beginnt das System halt nachzuarbeiten.
00:46:06: Es sucht Erklärungen, es sucht Selbstzuschreibung, es Sucht mentale Wiederholung und eine nachträgliche Sinngebung – nicht weil es übertreibt sondern einfach ein offenes System nach wie vor nach einem Ende sucht.
00:46:22: Das Ende ist kein Zeitpunkt, sondern es ist ein innerer Zustand von Einordnung und Abschluss.
00:46:30: Und was wirklich hilft ist auf keinen Fall mehr analysieren, mehr verstehen, mehr erklären sondern unterscheiden lernen.
00:46:40: Fakten versus Interpretation den Körper deutlich mehr mit einzubeziehen die Verantwortung der Dynamik zu sortieren anstatt alles auf deinen Schultern abzuladen Den Gedanken nicht mehr bedingungslos zu glauben sondern zu erkennen wann du diese als deine Wahrheit übernimmst und die Emotionen zu regulieren und zuzulassen.
00:47:05: Und nach der Trennung entscheidet nicht der Fakt allein über die Verarbeitung, sondern wie das Nervensystem die Geschichte interpretiert.
00:47:15: Das hat natürlich auch ganz viel dieser Interpretation damit zu tun welche Erfahrungen wir in der Vergangenheit gemacht haben, wie wir damals schon Erfahrungen für uns interpretiert haben und so wie wir das jetzt interpretieren.
00:47:32: Das entsteht ja nicht aus einem luftleeren Raum.
00:47:36: Da mache ich aber nochmal eine extra Podcast-Folge zu weil es trifft natürlich auf alte Bindungsmuster, alte Entwicklungstraumaters usw.
00:47:48: Und das ist aber an dieser Stelle Die Einladung, dass was heute präsent ist, das dieses Gift weiter in dir warbert.
00:48:02: Dass aus diesem offenen inneren Prozess ein echtes Ende wird und aus diesem inneren Kreise wieder eine tiefe Ruhe entsteht!
00:48:12: Und wenn du dich in dieser Folge wiedergefunden hast – in diesen Kreisen, diesen Gedanken oder auch mittlerweile vielleicht großen Zweifeln an dir selbst.
00:48:24: Und da möchte ich dich noch mal herzlich einladen, nächsten Donnerstag findet der kostenlose SOS Workshop statt.
00:48:33: Ein Raum, an dem wir in diesem Abend genau dieses schleichende innere Gift sichtbar machen.
00:48:40: Wir schauen dort gemeinsam hin was sind Fakten?
00:48:44: Was ist deine Interpretation?
00:48:46: Was hat dein System daraus gemacht?
00:48:51: Und wir gehen die ersten Schritte, wie du rauskommst aus diesem inneren Kreisen das dich manchmal festhält obwohl äußerlich längst alles vorbei ist.
00:49:02: Ich freue mich wenn du dabei bist und in der Woche danach startet dann der SOS Compact Kurs indem wir acht Wochen gemeinsam noch tiefer in diese Prozesse einsteigen und vor allem ganz praktisch bearbeiten mit konkreten Tools, mit Aufstellungsarbeit damit es halt nicht nur verstanden wird sondern auch wirklich verändert werden kann.
00:49:28: Alle Infos findest du in den Show Notes.
00:49:30: Ich freue mich auf dich und ja, ich freue mich auch vor allem ein Teil meiner Zuhörerin mal kennenzulernen.
00:49:39: Und alles Liebe für Dich!
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